Lebens-Mittelpunkte

Als wir im Frühjahr 2016 beschlossen haben, unsere persönliche Foodie-Interpretation auf die Beine zu stellen, war das vom Start weg der spannendste Trip unseres bisherigen Unternehmerlebens.

Die Grundidee war klar – dem Wiener Mutterboden abtrotzen, was lässig schmeckt und in Kleinserien ins Regal stellen. Das Ganze in eine Form bringen, die gleichermaßen dem Auge wie dem Handling dient.

So weit, so klar. Was daraus geworden ist, kennen die Meisten von euch offline, also in echt. Oder wenigstens aus dem Web, bisher.

Die für uns spannendste, die ganz große Frage hat uns bei all dem Gärtnern, Produzieren, Designen und Marketing-Hackeln immer begleitet: Warum?

Warum tun wir das? Ich meine, wir könnten genauso gut sagen: Hey, wir sind bei Dingsbums angestellt, machen den Job, machen Feierabend, machen Urlaub. Und aus.

Ist aber nicht. Aus, nämlich.

Es gibt da ein paar Punkte, die uns am Herzen liegen. Lebensmittel-Punkte, sozusagen. Zum Beispiel die Tatsache, dass weitgereister Unsinn auf dem Teller für hip gehalten wird. Dem stellen wir das entgegen, was aufregend schmeckt und eh schon immer vor der eigenen Haustür wächst.

Dann wäre da noch die Sache mit der Bearbeitung. Unsere südlichen Nachbarn hüpfen uns einen ebenso wohltuenden wie wohlschmeckenden Purismus vor, den wir uns gerne zu Eigen machen. Die Formel ist simpel: Nimm von wenigen Zutaten das Beste, verarbeite sie so schonend wie möglich, gib ihnen den großen Auftritt. So gesehen halten wir es doch lieber mit Caruso als mit den Fischer-Chören.

Und schließlich haben wir uns ein Grundbedürfnis erfüllt. Wir denken, dass es dem Wohlbefinden ungemein zuträglich ist, einer ins Virtuelle verlagerten Erlebniswelt den Griff in den real existierenden Ackerboden entgegen zu stellen. Die Erdung im Wortsinn ist ja eine zutiefst sinnliche Angelegenheit, noch dazu eine mit kulinarischer Nutzanwendung. Die Lust am Selbst-Versorgtsein ist es, die wir in unsere Lebens-Mittel verpacken. Diese Lust ist es, die wir gerne weitergeben.

In diesem Sinne werden wir von nun an wöchentlich in loser Reihenfolge Anstößiges auf diese Seite stellen. Anstöße, die uns Zum Glück umtreiben, Anstöße für euch, den einen oder anderen Lebensmittel-Punkt selbst zu setzen.

Viel Vergnügen und eine gute Zeit,

Eva und Stefan

Zum Glück – Die Selbermacher

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